Globales Entwicklungsnetzwerk

Die mit der Erschließung globaler Märkte verbundene Anpassung von Produkten an regionale Anforderungen, hoher Kostendruck und enge Personalmärkte stellen F&E-Verantwortliche vor enorme Herausforderungen. Gleichzeitig eröffnet eine globale Aufstellung aber auch Chancen! Leistungsstarke globale F&E-Netzwerke sind für Hersteller mechatronischer Produkte deshalb ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Wir helfen Ihnen, ungenutzte Chancen der Globalisierung zu erschließen, bestehende Strukturen schrittweise in eine systematische, robuste globale Netzwerkstruktur zu überführen und Verbesserungen mit begleitendem Veränderungsmanagement zu verankern.

In 5 Schritten zur effizienten F&E-Netzwerkstruktur

Alle Industrieunternehmen sind heute international aufgestellt: Zum einen müssen sie in den Märkten präsent sein, in denen sie ihre Produkte vertreiben. Zum anderen entwickeln und produzieren sie kostengünstig in Ländern wie Rumänien oder Indien.

Die Entscheidungen für den jeweiligen Standort wurden seinerzeit selbstverständlich bewusst und nach guten Gründen getroffen. Aber mit der Zeit haben sich die Standorte – oftmals ungesteuert – weiterentwickelt. Diesem Netz aus Entwicklungsstandorten, das Stück für Stück unter Handlungsdruck entstanden ist, fehlt daher oft ein sauber geknüpftes globales Muster in Form einer nachvollziehbaren Logik. Es ist vielmehr organisch gewachsen, ungeordnet, intransparent und weist darüber hinaus häufig Lücken oder Überlappungen auf.

In dieser Situation ist ein strukturierter, strategischer Lösungsansatz zielführend, um die Leistungsfähigkeit des globalen F&E-Netzwerkes auf eine neue Stufe zu heben. Dabei setzen unsere Berater in Kundenprojekten auf die folgenden fünf Schritte:

1. Strategische Ziele festlegen

Ihr globales F&E-Netzwerk muss die Ziele der Unternehmensstrategie bestmöglich unterstützen. Daher besteht die erste Aufgabe darin, die Anforderungen an eine globale F&E-Struktur aus der Unternehmensstrategie abzuleiten.

Wenn Sie z. B. das strategische Ziel haben, bei bestimmten neu aufkommenden Produkten oder Technologien Innovationsführer zu sein, brauchen Sie Zugang zu den besten Talenten sowie engen Kontakt zu innovativen Kunden. Wenn Sie dagegen als Industriezulieferer in China Ihren Umsatz deutlich ausweiten wollen, benötigen Sie dort ansässige Beratungs- und Applikations-Center inklusive kompetenter Entwicklungsingenieure.

Globale Produkt- oder Verfahrensstandards werden zentral entwickelt. Je nach Verfügbarkeit von Kompetenzen zu Produkten oder Technologien kann eine globale Segmentierung der Verantwortlichkeit über verschiedene Standorte sinnvoll sein. Kundenspezifische Produktapplikationen erfolgt dagegen immer dort, wo die wichtigsten Kunden sind. Solche Überlegungen müssen in Ihrer F&E-Strategie berücksichtigt werden und für alle Beteiligten transparent gemacht werden.

2. Rollenmodell entwickeln und Bestandsaufnahme durchführen

Aus den F&E-Zielen lassen sich zumeist fünf bis sechs globale Rollen für Ihr Entwicklungsnetzwerk ableiten. Welche das zum Beispiel sein können, sehen Sie in unserer Grafik. Wir helfen Ihnen, Rollen mit Blick auf Ihre strategischen Anforderungen und Ziele zu entwickeln und präzise zu beschreiben.

3. Ist-Analyse durchführen und mit Zielen abgleichen

Um Verbesserungspotentiale zu identifizieren, müssen wir Ihre Situation ausführlich bewerten. Das geschieht oft bei einem Besuch der Standorte, weil wichtige Faktoren nur vor Ort sinnvoll erhoben werden können. Unsere Berater sorgen anhand des gemeinsam entwickelten Rollenmodells für einen transparenten Überblick über Ihre Entwicklungsstandorte deren Kompetenzen, Kapazitäten, Stärken und Schwächen. Im Rahmen einer Ist-Analyse der gesamten Netzwerkstruktur arbeiten wir Fehlbalancen (z. B. Probleme bei der standortübergreifenden Zusammenarbeit, schlechte Ressourcenverteilung) und ungenutzte Potenziale heraus. Sie erfahren, in welchen Bereichen Sie Kompetenzen und Kapazitäten aufbauen und umverteilen oder Schnittstellen harmonisieren müssen.

4. Zielbilder entwickeln

Mit Blick auf die Erkenntnisse der Ist-Analyse, Ihre strategischen Ziele und Ihr globales Rollenmodell identifizieren wir mit Ihnen für jeden Entwicklungsstandort die richtigen, überschneidungsfrei definierten Rollen und damit verbundenen Verantwortungen. Dabei kann ein Standort durchaus mehrere Rollen gleichzeitig verkörpern.

5. Entwicklungspläne und Governance-Modell aufstellen

Gemeinsam mit uns erstellen Sie für jeden Standort einen Entwicklungsplan. Er beschreibt, wie sich der jeweilige Standort über die Zeit seiner Ziel-Konfiguration nähern soll. Sie schließen damit Lücken, beseitigen Überlappungen, passen Kapazitäten an und vereinheitlichen Ihre Organisationsstrukturen. Ihren Entwicklungsplan überprüfen und justieren Sie am besten jährlich.

Fünf Tipps aus der Praxis

  • Arbeiten Sie mit einem einfachen und klaren Rollenmodell.
  • Definieren Sie Verantwortungen überschneidungsfrei und lückenlos.
  • Beziehen Sie Vertreter der Standorte, Schlüssellieferanten und Entwicklungspartner in die Analyse und Gestaltung ein.
  • Balancieren Sie die Verteilung von Verantwortungen global aus, damit keine Zwei-Klassengesellschaft entsteht.
  • Binden Sie die systematische Weiterentwicklung des F&E-Netzwerkes an den Strategieprozess Ihres Unternehmens an.

Wir optimieren Ihr F&E-Netzwerk

Mithilfe dieser fünf Schritte bauen wir neue F&E-Entwicklungsnetzwerke auf und verbessern und erweitern bestehende Strukturen. Dabei setzen wir zum einen auf unser fachliches Know-how, das unsere Berater sich branchenübergreifend in führenden Positionen im Bereich Produktentstehung und F&E-Management aneignen konnten und zum anderen auf unsere Vergleichsmöglichkeiten aus zahlreichen Beratungsprojekten.

Wir legen großen Wert auf ein strukturiertes Veränderungsmanagement, mit dem wir den Entwicklungsprozess in Fertigungsunternehmen aktiv begleiten und gestalten. Das ist erfahrungsgemäß die wichtigste Basis für Verbesserungen: Denn nur wenn Führungskräfte und Mitarbeiter überzeugt und motiviert sind, können Veränderungen entstehen, die unumkehrbar gut sind.

Wenn Sie mehr über Auf- und Ausbau globaler Entwicklungsnetzwerke in der Fertigungsindustrie erfahren möchten, ist unser Fachbeitrag „Ihre globale Entwicklungsorganisation: Dickicht oder Netzwerk?“ das Richtige für Sie. Dirk Meißner, Geschäftsführender Gesellschafter von CO Improve, beschreibt darin ausführlich, wie internationale F&E-Netzwerkstrukturen unumkehrbar gut verbessert werden können.

Ihr Nutzen
  • Sie erhalten Klarheit über Ihre strategischen Anforderungen und Ziele
  • Sie erzeugen Transparenz zum aktuellen R&D-Footprint
  • Sie verbessern gezielt Ihre Kosten- und Wettbewerbsposition
  • Sie schaffen ein rollenbasiertes und kennzahlengestütztes Strategie-Fundament für den Ausbau Ihres Netzwerkes
  • Sie bauen Globalisierungsängste in Ihrem Unternehmen ab